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Ausbildungsformen

Mit einem Fuß auf der Türschwelle und der Schultüte in der Hand betrittst du zum ersten Mal das Schulgebäude. Der Tag ist wohl längst vergangen.

Sobald diese Zeit vorüber und der Schulabschluss in der Tasche ist, startet ein neuer Lebensabschnitt. In welche Richtung er gehen soll, bestimmst du!

Wenn du überlegst eine Ausbildung zu machen, ist es hilfreich über die verschiedenen Ausbildungsformen Bescheid zu wissen und sie unterscheiden zu können, denn: Ausbildung ist nicht gleich Ausbildung. Es gilt sich ein Bild der unterschiedlichen Ausbildungsarten zu machen um Zukunftsmöglichkeiten abzuwägen und herauszufinden, welche Berufsausbildung für dich überhaupt in Frage kommt.

 

Eine der Ausbildungsformen ist die schulische Ausbildung. Bei ihr steht, wie der Name schon sagt, das Schulleben im Vordergrund. Hier ein kurzer Check für dich, ob das etwas für dich ist:

  • Klassenfeeling! Wie in der Schule gibt es normale Klassengrößen und es entsteht die gemeinsame Zeit über eine Gemeinschaft.

  • Geringe Anforderungen! Berufsfachschulen fordern keine hohen Abschlüsse, damit man diese Art der Ausbildung beginnen kann.

  • Gute Referenz! Wer danach noch vor hat eine betriebliche Ausbildung oder ein Studium zu beginnen, hat mit einer schulischen Ausbildung eine gute Vorbildung in der Tasche. Das wird gern gesehen.

  • Im Gegensatz zum allgemein gestrickten Lehrplan, kann man sich bei der schulischen Ausbildungsart in einer Berufsfachschule in einem eigens ausgewählten Bereich aus- und weiterbilden. Beim Arbeiten in normalen Klassengrößen bleibt auch das Schulzeitfeeling bestehen.

  • Eigene Lehrräume! Metalltechniker haben zum Beispiel eine eigene Werkstatt innerhalb der Berufsfachschule und IT-Techniker ausgestattete Computerräume.

  • Die Taschen bleiben leer! In der Regel wird diese Ausbildungsform nicht vergütet. Dafür wirst du reicher an Erfahrung.

  • Mehr Kopf als Hand und Fuß! Oftmals wird die schulische Berufsausbildung nicht so stark anerkannt wie Ausbildungen in einem Unternehmen, da die Praxis meist zu kurz kommt.

 

Eine betriebliche Ausbildung findet hauptsächlich in dem jeweiligen Ausbildungsbetrieb statt und ist vor allem für Leute geeignet, die endlich ins Arbeitsleben voll einsteigen wollen:

  • Abwechslung! Die betriebliche Ausbildung findet in dualen Lehrjahren statt. Die meiste Zeit wird in der Praxisstelle verbracht, wo man sein Handwerk praktisch erlernt. Theorie wird in der Berufsschule gelernt.

  • Endlich flüssig! Die Ausbildung wird vom Betrieb vergütet und das heißt, es erscheint monatlich ein Betrag auf deinem Konto, der deine Mühen auszahlt. Je höher das Lehrjahr, desto höher der Betrag.

  • Viele Ausbildungen im Betrieb können schon mit einem geringen Schulabschluss begonnen werden.

  • Praxiserfahrung! Nach Bestehen der Abschlussprüfung und der somit endgültig abgeschlossenen Berufsausbildung, kann man schon Praxiserfahrung vorweisen. Die drei Jahre Ausbildung werden als Erfahrungswert angerechnet.

  • Ein Stück Selbstständigkeit! Als Azubi hat man Pflichten zu erfüllen und bestimmte Rahmenbedingungen einzuhalten, was anstrengend, aber auch ein großer Schritt in Richtung Selbstständigkeit sein kann.

  • Die Zeit des Faulenzens ist vorbei! 7:50 Uhr bis 13:00 Uhr ist nicht mehr – bei dieser Ausbildungsform wird Vollzeit gearbeitet und das heißt 40 Stunden pro Woche.

  • Festgefahren! Man legt sich mit einer Ausbildung in einem Unternehmen sehr fest, da viele sehr speziell sind und deinen weiteren Arbeitsweg in eine bestimmte Richtung lenken.

 

Eine sehr abwechslungsreiche Ausbildungsform ist die Sonderausbildung. Es ist eigentlich eine betriebliche Ausbildung, die allerdings ausschließlich Abiturientinnen/en vorbehalten ist. Das erwartet dich:

  • Abwechslung! Sonderausbildungen schwanken zwischen theoretischen und praktischen Phasen und lassen keine Langeweile aufkommen.

  • Neue Leute! Man hat gleich zwei Orte, an denen man neue Kontakte knüpfen und Freundschaften schließen kann: Der Betrieb und die Theorie-Lehrstätte.

  • Her mit der Kohle! Die Sonderausbildung wird in der Regel bezahlt und man ist regelmäßig liquide.

  • Individuell! Jeder Ausbildungsbetrieb, der die Sonderausbildung anbietet, hat einen gewissen Spielraum bei der Gestaltung der Ausbildung. Man kann eine ganz individuelle und keine verallgemeinerte Ausbildung durchlaufen.

    • Nochmal individuell! Man wird durch viele Ungereimtheiten auch ins kalte Wasser geschmissen und manchen Menschen könnte die allgemeingültige Strukturierung fehlen.

    • Haste Abi? Diese Ausbildungsform wird auch Abiturientenausbildung genannt und wird vom Betrieb nur zugelassen, wenn dein Schulabschluss die eine Hoch-, Fachhochschulreife oder fachgebundene Hochschulreife vorweist.

Beispielberuf schulische Ausbildung

 

Dolmetscher/in oder Übersetzer/in ist ein klassisch schulischer Ausbildungsberuf. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und am Ende wird eine staatliche Prüfung als Übersetzer/Dolmetscher abgelegt.

 

Beispielberuf betriebliche Ausbildung

 

Als Polizist/in Laufbahnabschnitt I (mittlerer Dienst), durchläufst du eine Ausbildungsdauer von 2-3 Jahren und verdienst vom ersten bis zum dritten Lehrjahr zwischen 1000 und 1200 Euro/Monat. Die Abschlussprüfung erfolgt in schriftlicher und mündlicher Form.

 

Beispielberuf Sonderausbildung

 

Die Ausbildung zum/r Fluglotsen/-in dauert in der Regel 12-14 Monate. Sie ist damit eine der kürzesten Ausbildungen überhaupt. Allerdings musst du hierfür eine Hochschulreife, fachbefundene Hochschulreife oder Fachhochschulreife mitbringen. Du verdienst im ersten sowie zweiten Lehrjahr etwa 900 Euro/Monat.