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Uni oder FH

Lange Nächte, viel Alkohol und verrückte WG’s: Der Ruf eines Studentenlebens. Klingt nach jeder Menge Spaß und dem Lebensabschnitt, den man wohl lange in Erinnerung behalten wird.

Das Studieren besteht aber nicht nur aus Freizeit, sondern hält einige Möglichkeiten bereit, die deine Zukunft in eine ganz neue Richtung lenken können. Aber welche Art von Studium soll man wählen? Universität oder doch Fachhochschule?

Hochschule 

Die Hochschule gilt als Überbegriff, aller tertiären Bildungseinrichtungen in Deutschland. Das heißt, dass der dritte Bildungsabschnitt eures Lebens (der erste war die Grundschule, der zweite die weiterführende Schule) in diesem Bereich stattfinden kann. Hochschulen bieten eine Ausbildung zu höheren beruflichen Positionen an. Die Universität beispielsweise gilt als einer dieser Hochschularten. Sie ist eine „wissenschaftliche Hochschule“. Sicher habt ihr schon einmal von technischen Universitäten, künstlerischen Hochschulen oder einer medizinischen Universität gehört. Das sind alles Hochschulformen, die in ihrem Namen ihre Spezialisierung deutlich machen.

Universität 

Jedes Jahr nach dem Sommer in eine neue Klasse kommen ist spätestens ab dem Studium vorbei. Dort wird nicht mehr jahr- sondern semesterweise gezählt. Ein halbes Jahr ist ein Semester. Das Wintersemester beginnt regulär im Oktober und ist beliebt bei denjenigen, die nach ihrem Schulabschluss im Sommer direkt in die Weiterbildung einsteigen wollen. Das Sommersemester startet meistens im April und kann ebenfalls der Studieneinstieg sein. Ihr habt also zwei Mal im Jahr die Möglichkeit das Studium aufzunehmen. Nach Beginn wechseln sich die halben Jahre ab, wie in der Schule. Aber keine Angst, diese gehen nicht nahtlos ineinander über: Die Ferien, an die man sich über ein Jahrzehnt gewöhnt hat, bleiben bestehen, gestalten sich nur ein bisschen anders. Etwa zwei Monate ist die vorlesungsfreie Zeit zwischen den Semestern lang. Dort wird allerdings nicht nur Urlaub gemacht, sondern in der Regel auch gebüffelt. Am Ende der Semesterferien stehen nämlich meistens Prüfungen zu den Seminaren und Vorlesungen an, die man belegt und bestenfalls auch besucht hat.

Eine Anwesenheitspflicht besteht bei dieser Hochschulart nur bei bestimmten Studiengängen. Außerdem arbeiten viele Universitäten heutzutage mit einer Online-Plattform, auf der die Vorlesungsinhalte geteilt werden zwischen Professoren und Studenten. Somit kann man auch von zuhause aus den verpassten Stoff einsehen. Einen regelmäßig persönlichen Kontakt mit den Dozenten und Professoren, kann man an Universitäten aber nicht erwarten, denn in jedem Vorlesungsraum sitzen durchschnittlich 200 Studenten.

Die Studiengänge an einer Universität ist generell rein wissenschaftlich aufgebaut. Das klingt erstmal etwas langweilig, sollte es aber gar nicht sein. Denn du hast in Hand, was du lernen möchtest. Zum Teil jedenfalls. Je nachdem was du studieren möchtest, kannst du dir vor Studienbeginn bestimmte Inhalte selbst zusammenstellen. Verglichen mit Wahlpflichtfächern oder AG’s in der Schule, hat man viel mehr Auswahl um genauer auf eigene Interessen einzugehen. Das Studium kann ganz individuell gestaltet werden.

Wie lange studiert man?

Die Regelstudienzeit eines Bachelorstudiums, beträgt zwischen drei und vier Jahren (also 6-8 Semester). In der Studienzeit sammelt man sogenannte Creditpoints. Diese sind nötig, um das Studium fertigzustellen. Um zur Bachelorarbeit zugelassen zu werden, gibt die Universität eine Punktezahl vor, die man erreicht haben muss. Falls man also alle geforderten Kurse erfolgreich abgeschlossen hat, sollte man die Punkte vollständig gesammelt haben. Dabei spielen die Noten keine Rolle. Wichtig ist, dass man die Kurse bestanden hat.

Wenn man den Berg des Bachelors erklommen hat, muss es noch lange nicht vorbei sein. Man kann sich einem Masterstudiengang zuwenden und sich noch weiterbilden, oder einem anderen Bachelorstudiengang zuwenden. Vereinzelte Universitäten stellen strenge Ansprüche an ihre Studenten, was die Regelstudienzeit und die darüberhinausgehenden Semester betrifft. Wer seine Kurse nicht in einer vorgegebenen Zeit erfolgreich absolvieren kann, wird exmatrikuliert und somit der Universität verwiesen ohne jeglichen Gewinn am bisherigen Studium. Zumindest nicht auf dem Papier.  Ob das der Fall ist, sollte man mit der Wunsch-Uni am besten vorher klären.

Was kann ich studieren?

Es gibt ein unzähliges Angebot an Studienfächern. Besonders beliebt ist zum Beispiel das Medizinstudium. Ein klassisch universitärer Ausbildungsberuf. Besonders attraktiv für Frauen ist oftmals auch das Germanistikstudium. Dort wird sich grundlegend mit der deutschen Sprache beschäftigt. Häufig auch als Grundlage für ein folgendes Lehramtsstudium, welches in Deutschland an einer Universität abgelegt werden muss. ?Die Auswahl ist wirklich riesengroß und besonders im sprachlichen, wissenschaftlichen und kulturellen Bereich, dürfte für jeden etwas dabei sein.

Qualifizierung

Um sich für ein Studium an einer Universität zu qualifizieren, muss man grundsätzlich eine allgemeine Hochschulreife, oder eine fachgebundene Hochschulreife (keine Fachhochschulreife) mitbringen. Wenn man das Abi in der Tasche hat, stehen einem theoretisch alle Türen offen. Dann kommt es noch auf unieigene Anforderungen an. Dazu gehört zum zum Beispiel der Numerus clausus oder andere Zulassungstests.

Fachhochschule 

Wer noch immer nicht genug vom Schulbankdrücken und Klassenfeeling hat, fühlt sich in einer Fachhochschule wahrscheinlich gut aufgehoben. Im Gegensatz zu universitären Einrichtungen, sind die Klassen hier verhältnismäßig klein. Meistens hat man zwischen 20 und 30 Kommilitonen (Mitschülern). Hier ist eine große Interaktion mit den Lehrenden vorhanden und Raum für praktische Fragestellungen, während es an Universitäten alles eher theorielastig ist. Die Theorie kann an einer Universität hingegen flexibler gewählt werden. An Fachhochschulen ist der Stundenplan meistens vorgegeben, bis auf kleine Wahl- und Ausweichmöglichkeiten.

Auch in dieser Ausbildungsart gilt das Semester- und Credit-Point-System. An einer FH wird jedoch viel Wert auf den praktischen Aspekt der Ausbildung gelegt. Deshalb gibt es oftmals ein sogenanntes Praxissemester, in dem der Studierende ein halbes Jahr lang in einem Betrieb arbeitet. Dadurch ist das Studium an einer FH meist länger als an der Uni.

Mit dem Bachelor verhält es sich gleich: Um zu seiner Bachelorarbeit zugelassen zu werden, muss man eine vorgegebene Anzahl an Credit Points sammeln.

Studienangebote 

Es gibt tausende Bachelorstudiengänge an Fachhochschulen. Also viel zu viele, um sie alle aufzuzählen. Entscheidend ist, dass an Fachhochschulen bereichsspezifische Ausbildungen ter

Es muss lediglich ein Studiengang gefunden werden, der diese vereint. Wenn du dich zum Beispiel für künstlerische Bereiche begeistern kannst, wird zwischen Grafikdesign bis Fotografie bestimmt etwas für dich dabei sein. Auch Archäologie-, Informatik- und unzählige Sprach-Bereiche werden an Fachhochschulen abgedeckt und sollen den angehenden Erstsemestler glücklich machen.

Voraussetzungen 

An einer Fachhochschule kann man sich mit einer allgemeinen Hochschulreife, sowie mit einer Fachhochschulreife und der fachgebundenen Hochschulreife bewerben. Auch ohne Abitur ist es heutzutage möglich zu studieren, hängt allerdings mit ein paar Umwegen zusammen und auch mit dem betreffenden Bundesland. In Hamburg beispielsweise, ist man mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung und dreijähriger Berufspraxis berechtigt, an einer Hochschule zu studieren. Ebenso beruflich Qualifizierte wie Meister und Fachwirte. Auch in Berlin kann man mit hochqualifizierten Fortbildungsabschlüssen ein Studium aufnehmen, ohne das Abitur absolviert zu haben.

Die Aufnahmebedingungen der Fachhochschulen unterscheiden sich nach jeweiligen Bundesländern und Hochschulen. Außerdem spielen die Studiengänge eine Rolle. Die Aufnahmebedingungen können nicht verallgemeinert werden.